Hypnose

Lange Zeit hat man Hypnose als etwas Mystisches und Spirituelles betrachtet, obwohl das Phänomen seit Jahrtausenden der Menschheit bekannt ist. Die Geschichte kann man bis in die Antike zurückverfolgen. Die Vorstellung über Hypnose veränderte sich bisher mehrfach, da die Gesellschaft in den jeweiligen Epochen sich auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen befand. Die Anwendung eines Trance-Zustandes kann man bei Schamanen, in religiösen Texten aller Kulturen, im alten Ägypten und Indien finden.

Erst durch Franz Anton Mesmer (1734-1815), der Magnete zur Heilung von Krankheiten benutzte, nahm die Hypnose eine neue Wendung. Sie hat sich von ihrem mystischen Charakter gelöst.

Der Begriff „Hypnose“ wurde von dem Arzt James Braid (1795-1860) geprägt. Das Wort kommt aus dem Griechischen Hypnos und bedeutet übersetzt der Schlaf. Den Name Hypnos trug ein griechischer Gott des Schlafes.

Der amerikanische Psychiater Milton H. Erickson (1901-1980) wird als Begründer der „modernen Hypnotherapie“ gesehen. Er entwickelte neue Methoden und eine Reihe weiterer psychotherapeutischer Vorgehensweisen. Dank ihm wurde die Hypnose in den USA als offizielle Therapieform anerkannt.

In Deutschland wurde die Hypnose im Jahr 2006 als wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode in der Psychotherapie eingestuft.

Wie funktioniert Hypnose?

Unter der Hypnose wird die Aufmerksamkeit nach innen verschoben. Ein Klient wird in ein „Trance-Zustand“ hineinversetzt, unter welchem ein veränderter Bewusstseinszustand entsteht.  Das Wachbewusstsein oder der bewusste Verstand wird eingeschränkt, wodurch der Zugang zum Unterbewusstsein erleichtert wird. Es öffnet sich und mit diesem wird direkt kommuniziert, indem eine Information/Botschaft übermittelt wird.

Wofür und wann wird Hypnose angewendet?

Aktivierung von Ressourcen, neue Lösungsansätze finden z.B. durch Regression und Progression; Modifikation von Verhalten (z.B. Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion), Lösung von Blockaden, Motivationssteigerung, Zielverwirklichung, Reduktion von Schmerz, Angst- und Anspannungszustände.

u.v.m.

Bitte beachten Sie Kontraindikatoren

  • Geistige Behinderung
  • Schwere Herz- Kreislauferkrankungen
  • Psychosen
  • Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit
  • Kürzlicher Herzinfarkt oder ein Schlaganfall
  • Thrombose
  • Epilepsie
  • Schwerwiegende Erkrankungen des Zentralnervensystems
  • Schwangerschaft

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